Über
Verschwörungserzählungen

Verschwörungserzählungen sind schon lange in unserer Gesellschaft verbreitet, treten aber seit einiger Zeit immer häufiger zu Tage. Einen besonderen Zustrom erhalten sie in Zeiten des Umbruchs. Dieser kann sowohl politischen als auch gesellschaftlichen Ursprungs sein oder durch persönliche Krisen, wie den Verlust des Arbeitsplatzes oder eines geliebten Menschen, ausgelöst werden.

 

Verschwörungserzählungen beziehen sich auf eine Bandbreite an Themen und sprechen auch daher ganz unterschiedliche Personen aus verschiedenen sozialen und politischen Milieus an. So können beispielsweise vermeintlich harmlose Fragen der Gesundheit, des Umweltschutzes oder auch Kritik am bestehenden System eine Rolle spielen.

Bedrohung für das Miteinander

Viele Elemente von Verschwörungs­erzählungen sind jedoch auch anschlussfähig an populistisches oder menschenfeindliches Gedankengut. Ihre Anhänger*innen befürworten dann häufig die Ausübung von Gewalt oder rufen teilweise sogar aktiv dazu auf. So bedrohen Verschwörungserzählungen zunehmend das Miteinander in unserer demokratischen Gesellschaft.

Auch im privaten Umfeld können Verschwörungserzählungen zu einer Belastung werden. Häufig drehen sich Gespräche nur noch um die Verschwörungserzählungen und damit einhergehende Missionierungsversuche durch die verschwörungs­gläubige Person. Dies kann tiefe Gräben in familiäre und persönliche Beziehungen reißen und den weiteren Kontakt erschweren.
Dazu kommt die Sorge um die verschwörungs­gläubige Person selbst, die häufig auch – gerade im Fall von persönlichen Krisen –unter enormem psychischen Stress steht oder sich in finanzieller Notlage befindet.

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