Politische Bildung

32,3 %

geben an, ihren Gefühlen mehr zu vertrauen als sogenannten Expert*innen*

24,2 %

glauben, Medien und Politik 
stecken unter einer Decke*

Verschwörungserzählungen hat es vermutlich schon immer gegeben. Doch besonders seit Beginn der Corona-Pandemie stellen sie uns vor große gesellschaftliche Herausforderungen.

Auch Sozialarbeitende und Erwachsenen­bildner*innen sind in ihrer Arbeit immer wieder mit Verschwörungs­erzählungen konfrontiert. Deswegen bietet veritas einen Zertifizierungskurs zum Umgang mit Verschwö­rungs­erzählungen für pädagogische Fachkräfte an. Die Teilnehmenden beschäftigen sich darin unter anderem mit der Geschichte von Verschwörungen, ihrer psychologischen Wirkung sowie Verknüpfungen mit Gender, Antisemitismus, Gewalt und Gesundheit.

6-modulige zertifizierte Weiterbildung zur*zum „Multiplikator*in in Jugend(sozial)arbeit und Erwachsenenbildung im Bereich Verschwörungserzählungen“

Neben Hintergrundwissen über Verschwörungs­erzählungen lernen die Teilnehmer*innen pädagogisches Handwerkszeug und Methoden kennen sowie Herangehensweisen in der Beratung und im Umgang mit Anhänger*innen oder deren Angehörigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf vernetztem Lernen, kollegialem Austausch und der Reflexion der eigenen Haltung dem Themenkomplex gegenüber. Die Weiterbildung ist praxisnah konzipiert und die Teilnahme kann von der Bundeszentrale für politische Bildung zertifiziert werden. Dies erfolgt im letzten Modul der Weiterbildung. Um die Qualität des Zertifizierungskurses zu sichern, wird der Kurs extern evaluiert.

Eckdaten zur Weiterbildung

Inhalte

  • Geschichte von Verschwörungserzählungen und -theorien
  • Sozialpsychologische Wirkweisen von Verschwörungserzählungen
  • Vertiefungen in den Bereichen Gesundheit, Extremismus, Gewalt, Antisemitismus, Antifeminismus und Gender sowie Politik und Medien
  • Pädagogischer Umgang mit Verschwörungserzählungen und -erzählenden
  • Kindeswohl im Kontext von Verschwörungserzählungen
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden
  • Selbstreflexion und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • Kollegialer Austausch und Vernetzung

Arbeitsweise

Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns ebenso wichtig.

Das Ziel der Ausbildung ist eine inhaltliche wie methodische Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex. Dafür arbeiten wir mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten und verschiedenen (analogen wie digitalen) Methoden. Die Anknüpfung an die jeweiligen Arbeits­erfahrungen der Teilnehmenden ist für uns zentral.

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte, politische Bildner*innen, Multiplikator*innen aus Jugend(sozial)arbeit und Jugendhilfe

Referent*innen

Stefanie Ritter und A.M., Projektleitung und pädagogische Mitarbeiter*innen bei cultures interactive e.V. Sie erreichen die beiden per E-Mail an bildung@veritas-beratung.de und telefonisch unter 0157 52 89 98 62.

Für die verschiedenen Module konnten wir Prof. Dr. Michael Butter, Wiebke Eltze, Ismail Küpeli, Pia Lamberty, Dr. Jan Skudlarek, Dr. Marius Raab und Benjamin Winkler für eine inhaltliche Expertise gewinnen.

Weiterbildung zur*zum Multiplikator*in

Die Weiterbildung soll die Teilnehmenden in die Lage versetzen, selbst in ihrer Region Personen zum Umgang mit Verschwörungserzählungen in Jugendarbeit und Erwachsenen­bildung weiterzubilden. Neben der Vermittlung von Wissen zu Verschwörungs­erzählungen werden wir deswegen auch gemeinsam Methoden ausprobieren, die sich für die Weiterbildung von Erwachsenen in diesem Themenfeld eignen.

Termine


1. Modul:
09.–11. September 2021
2. Modul: 08. + 09. Oktober 2021
3. Modul: 16.–18. November 2021
4. Modul: 14. + 15. Januar 2022
5. Modul: 11. + 12. März 2022
6. Modul: 06. + 07. Mai 2022


Die genauen Uhrzeiten erfahren Sie nach Bestätigung der Anmeldung.

Ort

Die Module 1, 5 und 6 sind als Präsenzmodule in Berlin geplant. Für den Fall, dass wir diese pandemiebedingt nicht in Präsenz durchführen können, werden sie ebenfalls als Onlinekurse umgestellt. In den digitalen Modulen arbeiten wir mit der Software Zoom.

Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 150 €. Anfallende Reise- und Übernachtungskosten zu den Präsenzmodulen in Berlin werden gemäß Bundesreisekostengesetz übernommen.

Zertifizierung

Alle Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Teilnehmende, die im Rahmen der Weiterbildung ein eigenes Praxiskonzept einreichen und eine Methode daraus vorstellen, können darüber hinaus eine Zertifizierung durch die Bundeszentrale für politische Bildung erhalten.

Evaluation

Der Zertifizierungskurs wird extern evaluiert. Mit der Teilnahme an dem Kurs erklären Sie sich bereit, an der Evaluation anhand von Interviews oder Feedbackbögen anonymisiert mitzuwirken.

Anmeldung

Der Zertifizierkungskus ist vollständig ausgebucht.

Förderung

Die Weiterbildung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

 

Logo Bundeszentrale für politische Bildung

 

*Daten (Seitenbeginn): Andreas Zick, Beate Küpper (Hg.): Die geforderte Mitte. Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/2021. Dietz Verlag 2021.

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